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Drohnendienstleistungen aus Dettingen unter Teck

Rund um Drohnen

Wissen · Technik · Praxis

Drohnen verständlich erklärt – vom Sensor bis zum sicheren Flugbetrieb.

„Rund um Drohnen“ beleuchtet Zweck, Nutzen, Technik und Hintergründe unbemannter Systeme. Verständlich für Einsteiger, interessant für Technikfans und konsequent auf Grundlage offizieller Quellen.

Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information. Für die konkrete Flugplanung sind stets die aktuellen Vorgaben, geografischen UAS-Gebiete, NOTAMs und behördlichen Informationen maßgeblich.
Technik & Sensoren

Welcher Sensor kann was?

Drohnen tragen je nach Aufgabe unterschiedliche Sensoren. Der Nutzen entsteht erst dann, wenn Sensor, Flugplanung und Auswertung zusammenpassen.

Sichtbares Farbbild
RGB

RGB-Kamera

Erfasst Licht im sichtbaren Spektralbereich und erzeugt klassische Fotos oder Videos.

Typischer Nutzen Übersicht, Dokumentation und Detailaufnahmen
Stärke Natürliche und leicht verständliche Bilddarstellung
Grenze Zeigt keine Temperatur- oder Materialeigenschaften
Ein Sensor liefert zunächst Mess- oder Bilddaten. Eine belastbare Aussage entsteht erst durch passende Aufnahmebedingungen, fachgerechte Auswertung und den konkreten Einsatzzweck.
RTK Unterstützt eine präzisere Positionsbestimmung mithilfe von Korrekturdaten.
Multispektral Erfasst mehrere definierte Spektralbereiche, etwa für Vegetationsanalysen.
Gimbal Stabilisiert und steuert die Ausrichtung der Kamera während des Flugs.
Recht & Genehmigungen

Welche Betriebskategorie passt?

Entscheidend ist nicht, ob ein Flug privat oder gewerblich ist. Maßgeblich sind Risiko, Umgebung, Betriebsart und die eingesetzte Drohne.

1
OpenNiedrigeres Risiko
BetriebsartVLOS
GenehmigungKeine, wenn alle Vorgaben erfüllt sind
UmgebungA1, A2 oder A3
BeispielFoto, Inspektion, Dokumentation
2
SpecificErhöhtes Risiko
Betriebsartz. B. BVLOS oder komplexe Umgebung
GenehmigungBewertung oder vorgesehenes Verfahren
UmgebungKontrollierter oder besonders geregelter Bereich
BeispielInfrastruktur, größere Reichweiten
3
CertifiedHöchstes Risiko
BetriebsartBesonders risikoreiche Operationen
GenehmigungZulassung und weitere Nachweise
UmgebungKomplexer Luftraum oder Personentransport
BeispielLufttaxi oder gefährliche Güter
OpenBetrieb innerhalb klar definierter Regeln
OPEN

Offene Kategorie

Für viele Freizeitflüge und gewerbliche Einsätze mit niedrigem Risiko. Eine vorherige Betriebsgenehmigung ist nicht erforderlich, wenn alle Bedingungen eingehalten werden.

Typisch VLOS, grundsätzlich bis 120 m AGL und innerhalb der Unterkategorien A1, A2 oder A3
Verfahren Keine vorherige Betriebsgenehmigung bei vollständiger Einhaltung der Vorgaben
Beispiele Foto, Inspektion oder Dokumentation unter passenden Bedingungen
Unterkategorien der offenen Kategorie A1, A2 und A3 regeln vor allem den Betrieb in Bezug auf Menschen und Umgebung.
A1

Näher an Menschen

Für bestimmte leichte oder klassifizierte Drohnen unter festgelegten Bedingungen. Menschenansammlungen dürfen nicht überflogen werden.

A2

Mit definiertem Abstand

Für bestimmte C2-Drohnen und mit EU-Fernpilotenzeugnis A2. Zu unbeteiligten Personen gelten Mindestabstände.

A3

Weit entfernt vom Umfeld

Mit großem Abstand zu unbeteiligten Personen sowie zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.

1
Vorhaben beschreiben

Ort, Höhe, Entfernung, Umgebung, Drohne und Einsatzzweck festlegen.

2
Kategorie prüfen

Open, Specific oder bei sehr hohem Risiko Certified.

3
Zusätzliche Vorgaben prüfen

Geografische UAS-Gebiete, Genehmigungen, Qualifikation und lokale Bedingungen.

Wichtig: „Gewerblich“ ist keine eigene Betriebskategorie. Auch ein bezahlter Auftrag kann in der offenen Kategorie liegen, wenn alle Anforderungen erfüllt sind. Umgekehrt kann ein privater Flug wegen seines Risikos in die spezielle Kategorie fallen.
Privat, gewerblich & BOS

Unterschiedlicher Auftrag – teilweise besonderer Rechtsrahmen

Privat und gewerblich werden grundsätzlich nach dem allgemeinen UAS-Recht beurteilt. Für bestimmte BOS-Einsätze kann in Deutschland zusätzlich § 21k LuftVO maßgeblich sein.

Merkmal
PrivatPersönliches Vorhaben
GewerblichKundenauftrag
BOSGesetzliche Aufgabe / Einsatz
Rechtsrahmen
Allgemeines europäisches und deutsches UAS-Recht
Allgemeines europäisches und deutsches UAS-Recht
Allgemeines UAS-Recht; bei erfüllten Voraussetzungen zusätzlich besondere Regelungen nach § 21k LuftVO
Betriebskategorie
Open, Specific oder Certified – abhängig vom konkreten Risiko
Open, Specific oder Certified – abhängig vom konkreten Risiko
Je nach Einsatz besonderer Rechtsrahmen möglich; nicht pauschal jede BOS-Nutzung privilegiert
Zweck
Freizeit, Lernen oder persönliche Aufnahmen
Definiertes Ergebnis für einen Auftraggeber
Gesetzliche Aufgabenerfüllung, Einsatzunterstützung, Gefahrenabwehr oder Katastrophenschutz
Organisation
Meist ein Fernpilot und überschaubare Vorbereitung
Auftrag, Termin, Freigaben, Datennutzung und Ergebnisübergabe
Einbindung in Führungsstruktur, Kommunikation, Luftraumbeobachtung und Datenauswertung
Dokumentation
Dem Umfang des Vorhabens angepasst
Nachvollziehbare Flugplanung, Freigaben und Ergebnisdokumentation
Einsatzauftrag, Kommunikation, Flugbewegungen und verwertbare Lageinformationen
Besonderheit
Privat bedeutet nicht automatisch weniger Vorschriften
Bezahlt bedeutet nicht automatisch Specific
Besondere Ausnahmen gelten nur innerhalb der gesetzlichen Voraussetzungen – nicht pauschal für Übungen, Öffentlichkeitsarbeit oder jeden BOS-Flug
§ 21k

Besonderheit BOS

Für bestimmte Einsätze von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben enthält § 21k LuftVO besondere Regelungen. Entscheidend sind der konkrete Auftrag und die gesetzlichen Voraussetzungen. Eine BOS-Zugehörigkeit allein ersetzt keine rechtliche Prüfung des geplanten Betriebs.

Kernaussage: Privat und gewerblich unterscheiden sich vor allem organisatorisch. Bei BOS kann zusätzlich ein besonderer nationaler Rechtsrahmen greifen. Maßgeblich bleibt stets der konkrete Einsatz.
Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Unbemannte Systeme sind mehr als nur fliegende Drohnen

Unbemannte Systeme können fahren, auf dem Wasser arbeiten, tauchen oder fliegen. Je nach Einsatzraum unterscheiden sich Technik, Sensorik, Reichweite und typische Aufgaben deutlich.

UAV · Unmanned Aerial Vehicle
UAV

Unbemanntes Luftfahrzeug

UAV bewegen sich im Luftraum und ermöglichen schnelle Übersicht, flexible Perspektiven und großräumige Datenerfassung.

Bewegungsraum Luft
Typische Sensoren RGB, Wärmebild, Zoom, Multispektral oder LiDAR
Typischer Nutzen Lageübersicht, Inspektion, Suche, Vermessung und Dokumentation
Besondere Herausforderung Luftraum, Wetter, Energieverbrauch und sichere Flugführung
UAV Fliegt

Schnelle Übersicht und flexible Perspektive aus der Luft.

UGV Fährt

Bewegt sich am Boden und kann Lasten, Sensoren oder Werkzeuge tragen.

USV Fährt auf dem Wasser

Erfasst Daten oder arbeitet auf Flüssen, Seen und anderen Wasseroberflächen.

UUV Arbeitet unter Wasser

Erkundet, vermisst oder inspiziert Bereiche unterhalb der Wasseroberfläche.

Wichtig: Unbemannte Systeme im Wasser werden in Fahrzeuge auf der Wasseroberfläche und Systeme unter Wasser unterschieden. USV arbeiten an der Oberfläche, UUV ist der Oberbegriff für Unterwasserfahrzeuge; dazu zählen unter anderem ROV und AUV.
Luftraum & Sicherheit

AGL einfach visualisiert

AGL bedeutet „Above Ground Level“ – die Höhe über dem unmittelbar darunterliegenden Boden.

Höhe über Grund
40 m AGL

Flughöhe verändern

Der Regler zeigt vereinfacht, wie sich die Höhe der Drohne über dem Gelände verändert.

0 m40 m120 m
Die Darstellung ist eine Erklärungsgrafik. Ob und in welcher Höhe tatsächlich geflogen werden darf, hängt unter anderem von Betriebskategorie, Umgebung und geografischen UAS-Gebieten ab.

VLOS und BVLOS visualisiert

Wie sich Entfernung, Sichtbarkeit und Hindernisse auf den direkten Sichtkontakt zur Drohne auswirken.

VLOS
250 m

Entfernung verändern

Mit wachsender Entfernung wird die Drohne kleiner und schwieriger sicher zu erkennen.

Entscheidend ist nicht das Gewicht allein, sondern vor allem die tatsächliche Größe, Silhouette, Farbe, Beleuchtung und der Hintergrund.
0 m 250 m 1.000 m
Sichtkontakt prüfen: Die Darstellung ist beispielhaft und ersetzt keine individuelle Beurteilung.
Wichtig: Es gibt keine allgemein gültige maximale VLOS-Entfernung. Eine kleine Drohne kann schon deutlich früher schwer erkennbar sein als ein großes System. Maßgeblich sind jedoch nicht das Gewicht allein, sondern tatsächliche Abmessungen, Silhouette, Farbe, Ausrichtung, Licht, Wetter, Hintergrund, Gelände und Hindernisse. Die Entfernungen dienen nur der Veranschaulichung.
Häufige Fragen

Was viele über Drohnen wissen möchten

Kurze Antworten auf typische Fragen zu Technik, Sicherheit, Luftraum, Betrieb und Datenschutz.

12 Fragen sichtbar
Darf eine Drohne überall fliegen?Recht
Nein. Vor jedem Flug müssen unter anderem geografische UAS-Gebiete, örtliche Einschränkungen, mögliche Genehmigungen und die passende Betriebskategorie geprüft werden.
Gibt es eine feste maximale VLOS-Entfernung?Sicherheit
Nein. Entscheidend ist, ob der Fernpilot die Drohne mit bloßem Auge sicher erkennen und ihren Flugweg, Hindernisse, Personen und anderen Luftverkehr beurteilen kann.
Ist ein gewerblicher Flug automatisch genehmigungspflichtig?Recht
Nein. Die rechtliche Einordnung richtet sich nach dem Risiko des konkreten Betriebs. Auch ein bezahlter Auftrag kann in der offenen Kategorie liegen, wenn alle Anforderungen erfüllt sind.
Was bedeutet 120 m AGL?Praxis
AGL bedeutet „Above Ground Level“, also Höhe über dem unmittelbar darunterliegenden Gelände. Die Höhenbegrenzung bezieht sich damit grundsätzlich auf den Boden unter der Drohne.
Was zeigt ein Wärmebild wirklich?Technik
Ein Wärmebild zeigt erfasste Infrarotstrahlung und daraus abgeleitete Oberflächentemperaturen beziehungsweise Temperaturunterschiede. Farben sind eine gewählte Darstellung und keine sichtbaren Originalfarben.
Kann eine Drohne Hindernissen immer automatisch ausweichen?Technik
Nein. Hindernissensoren haben Grenzen und können abhängig von Richtung, Material, Licht, Geschwindigkeit oder Umgebung eingeschränkt sein. Die Verantwortung bleibt beim Fernpiloten.
Warum muss das Wetter vor jedem Flug geprüft werden?Praxis
Wind, Böen, Niederschlag, Sicht und Temperatur beeinflussen Flugstabilität, Reichweite, Sensorleistung und sichere Rückkehr.
Braucht jede Drohne eine Betreiberregistrierung?Recht
Nicht jede Drohne führt automatisch zur Registrierungspflicht. Entscheidend sind unter anderem technische Eigenschaften und die eingesetzte Sensorik. Maßgeblich sind die aktuellen offiziellen Vorgaben.
Ist Return to Home eine Sicherheitsgarantie?Sicherheit
Nein. RTH ist eine Hilfsfunktion. Falsch gesetzte Rückkehrhöhe, ungenauer Homepoint, Hindernisse, Wind oder geringer Akkustand können die Rückkehr beeinflussen.
Was wird vor einem professionellen Flug geprüft?Praxis
Typisch sind Prüfung von Auftrag, Standort, Luftraum, Wetter, Betriebskategorie, Genehmigungen, Start- und Landeplatz, Sicherheitsabständen, Technik und Notfallverfahren.
Darf ich fremde Grundstücke einfach aufnehmen?Recht
Nicht pauschal. Neben dem Luftrecht können Eigentumsrechte, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und der konkrete Aufnahmezweck relevant sein.
Was ist der Unterschied zwischen UAV und UAS?Technik
UAV bezeichnet häufig nur das unbemannte Luftfahrzeug. UAS meint das gesamte System einschließlich Steuerung, Kommunikation und weiterer für den Betrieb erforderlicher Komponenten.
Hinweis: Die Antworten geben einen kompakten Überblick. Für einen konkreten Flug sind immer die aktuellen offiziellen Informationen und die tatsächlichen Bedingungen vor Ort maßgeblich.
Wissenswertes & neue Entwicklungen

Der Drohnenbereich entwickelt sich laufend weiter

Neue Regeln, digitale Luftraumdienste, leistungsfähigere Sensoren und stärker automatisierte Abläufe verändern den praktischen Einsatz.

Stand Juni 2026
2.5
Regeln & Verfahren

SORA 2.5 prägt komplexere Genehmigungsverfahren

Die im Juni 2026 veröffentlichten konsolidierten EASA-Regeln enthalten die aktuelle Fassung des SORA-2.5-Pakets. SORA dient der strukturierten Risikobewertung von Einsätzen in der speziellen Kategorie.

Praktische BedeutungKomplexere Einsätze werden über nachvollziehbare Risiken, Maßnahmen und betriebliche Nachweise beschrieben.
Aktualisiert

SORA 2.5

Weiterentwicklung der risikobasierten Bewertung für Einsätze in der speziellen Kategorie.

Im Aufbau

U-Space

Digitale Dienste sollen mehr Drohnenverkehr sicher und koordiniert integrieren.

Deutschland

BOS-Strukturen

Regelungen und Standards für Drohneneinsätze im Bevölkerungsschutz werden weiter gebündelt.

Techniktrend

Automatisierung

Flugplanung, Objekterkennung und Datenauswertung werden zunehmend softwaregestützt.

Techniktrend

Sensorfusion

Mehrere Sensorarten werden kombiniert, um ein vollständigeres Lagebild zu erzeugen.

Heute bereits nutzbarWärmebild, RTK, LiDAR, automatisierte Flugrouten und digitale Geozonenprüfung
Weiter im AusbauU-Space-Dienste, regelmäßige BVLOS-Verkehre und engere Integration in den Luftverkehr
Entscheidend bleibtTechnik ersetzt weder sichere Planung noch rechtliche und betriebliche Verantwortung
Einordnung: „Neu“ bedeutet nicht automatisch, dass eine Technik oder ein Verfahren bereits überall verfügbar oder ohne zusätzliche Genehmigung einsetzbar ist.
Nachschlagewerk

Drohnen-ABC

100 Begriffe und Abkürzungen aus Technik, Recht, Sensorik, Luftraum, BOS und Flugpraxis.

100 von 100 BegriffenSuche oder filtere nach Anfangsbuchstaben.
A1Unterkategorie
Recht
Teil der offenen Betriebskategorie. Welche Flüge zulässig sind, hängt unter anderem von Drohnenklasse, Gewicht und Abstand zu unbeteiligten Personen ab.
A2Unterkategorie
Recht
Teil der offenen Betriebskategorie für bestimmte C2-Drohnen. Dafür ist grundsätzlich das EU-Fernpilotenzeugnis A2 erforderlich.
A3Unterkategorie
Recht
Teil der offenen Betriebskategorie mit großem Abstand zu unbeteiligten Personen sowie zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
ADS-BAutomatic Dependent Surveillance–Broadcast
Luftraum
Verfahren, bei dem bemannte Luftfahrzeuge unter anderem Position, Höhe und Geschwindigkeit aussenden. Nicht jedes Luftfahrzeug ist damit sichtbar.
ADS-LAutomatic Dependent Surveillance–Light
Luftraum
Leichtgewichtiges elektronisches Sichtbarkeitssystem für die allgemeine Luftfahrt und andere Luftraumnutzer.
AGLAbove Ground Level
Flugpraxis
Höhe über dem unmittelbar darunterliegenden Gelände.
AMCAcceptable Means of Compliance
Recht
Von der EASA veröffentlichte anerkannte Nachweiswege, mit denen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen gezeigt werden kann.
AMSLAbove Mean Sea Level
Flugpraxis
Höhe bezogen auf den mittleren Meeresspiegel.
AOAirspace Observer
Betrieb
Luftraumbeobachter, der bei bestimmten BVLOS-Szenarien den umgebenden Luftraum überwacht.
ATTIAttitude Mode
Technik
Flugmodus, bei dem die Drohne ihre Lage stabilisiert, jedoch die Position nicht automatisch per Satellitennavigation hält.
BVLOSBeyond Visual Line of Sight
Betrieb
UAS-Betrieb, der nicht unter direkter Sichtverbindung des Fernpiloten durchgeführt wird.
BOSBehörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
BOS
Sammelbegriff unter anderem für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
C0UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für sehr leichte UAS mit festgelegten technischen Anforderungen; die MTOM liegt unter 250 g.
C1UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für UAS mit festgelegten technischen Anforderungen, unter anderem zu Gewicht, Geschwindigkeit und Fernidentifizierung.
C2UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für UAS, die unter bestimmten Voraussetzungen in A2 oder A3 betrieben werden können.
C3UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für größere UAS, die in der offenen Kategorie grundsätzlich in A3 eingesetzt werden.
C4UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für UAS ohne automatische Steuerungsmodi außer Stabilisierung; Betrieb in der offenen Kategorie grundsätzlich in A3.
C5UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für UAS, die für das Standardszenario STS-01 ausgelegt sind.
C6UAS-Klasse
Recht
EU-Klassenkennzeichnung für UAS, die für das Standardszenario STS-02 ausgelegt sind.
C2-LinkCommand and Control Link
Technik
Steuer- und Datenverbindung zwischen Fernsteuerstation und unbemanntem Luftfahrzeug.
Certified Categoryzulassungspflichtige Kategorie
Recht
Betriebskategorie für besonders hohe Risiken. Sie kann Zulassung des UAS, Betreiberzulassung und Pilotenlizenz erfordern.
ConOpsConcept of Operations
Betrieb
Strukturierte Beschreibung, wie, wo, womit und unter welchen Bedingungen ein UAS-Betrieb durchgeführt werden soll.
CTRControl Zone
Luftraum
Kontrollzone um einen kontrollierten Flugplatz. Für UAS-Betriebe können zusätzliche Freigaben oder Bedingungen gelten.
DAADetect and Avoid
Technik
Fähigkeit, andere Luftverkehrsteilnehmer oder Hindernisse zu erkennen und geeignete Ausweichmaßnahmen einzuleiten.
DFSDeutsche Flugsicherung
Luftraum
Deutsches Flugsicherungsunternehmen; unter anderem relevant für kontrollierten Luftraum und Flugverkehrskontrollfreigaben.
dipulDigitale Plattform Unbemannte Luftfahrt
Recht
Offizielle deutsche Plattform für Informationen, Anträge, Qualifikationen und geografische UAS-Gebiete.
DRIDirect Remote Identification
Technik
Direkte Fernidentifizierung, bei der bestimmte Identifikations- und Flugdaten lokal ausgesendet werden.
ED-RFlugbeschränkungsgebiet
Luftraum
Deutsches Flugbeschränkungsgebiet. Einflug ist nur unter den jeweils veröffentlichten Bedingungen zulässig.
EASAEuropean Union Aviation Safety Agency
Recht
Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit.
e-IDelektronische Betreiber-ID
Recht
Registrierungsnummer des UAS-Betreibers. Sie muss entsprechend den Vorgaben am UAS angebracht beziehungsweise technisch hinterlegt werden.
EOElectro-Optical
Sensorik
Bezeichnung für elektrooptische Sensoren, meist Kameras im sichtbaren Spektralbereich.
EVLOSExtended Visual Line of Sight
Betrieb
Begriff für einen erweiterten Sichtbetrieb mit Unterstützung durch Beobachter. Die konkrete rechtliche Einordnung hängt vom Betriebskonzept ab.
FailsafeSicherheitsreaktion
Technik
Vordefinierte Reaktion des UAS auf Störungen, beispielsweise bei Verlust der Steuerverbindung.
Fernpilot
Betrieb
Natürliche Person, die das UAS manuell steuert oder seinen automatisierten Flug überwacht und jederzeit eingreifen kann.
Flight ControllerFlugsteuerung
Technik
Zentrale Elektronik, die Sensordaten verarbeitet und Stabilisierung sowie Steuerbefehle umsetzt.
FPVFirst Person View
Flugpraxis
Ansicht aus der Perspektive einer Bordkamera, beispielsweise über Bildschirm oder Videobrille.
Geocaging
Technik
Technische Begrenzung, die das UAS innerhalb eines festgelegten geografischen Bereichs halten soll.
Geofencing
Technik
Softwaregestützte Begrenzung oder Warnung anhand hinterlegter geografischer Daten. Sie ersetzt keine rechtliche Flugprüfung.
GeografischesUAS-Gebiet
Recht
Räumlich festgelegtes Gebiet, in dem UAS-Betriebe verboten, eingeschränkt oder an Bedingungen geknüpft sein können.
GimbalKamerastabilisierung
Sensorik
Mechanisch-elektronische Aufhängung, die eine Kamera stabilisiert und gezielt ausrichtet.
GISGeoinformationssystem
Daten
System zur Erfassung, Analyse und Darstellung räumlicher Daten.
GMGuidance Material
Recht
Erläuterndes Material der EASA zur Anwendung und Auslegung von Vorschriften.
GNSSGlobal Navigation Satellite System
Technik
Oberbegriff für satellitengestützte Navigationssysteme wie GPS, Galileo, GLONASS oder BeiDou.
GPSGlobal Positioning System
Technik
US-amerikanisches Satellitennavigationssystem und Bestandteil des Oberbegriffs GNSS.
Ground RiskBodenrisiko
Sicherheit
Risiko, das ein UAS-Betrieb für Personen und Sachen am Boden verursacht.
GRCGround Risk Class
Sicherheit
Bodenrisikoklasse innerhalb der SORA-Methodik.
HomepointRückkehrpunkt
Flugpraxis
Gespeicherter Bezugspunkt, zu dem das UAS bei einer automatischen Rückkehr zurückfliegen kann.
Höhenreferenz
Flugpraxis
Bezug, auf den sich eine Höhenangabe stützt, beispielsweise AGL, AMSL oder der Startpunkt.
IMUInertial Measurement Unit
Technik
Sensoreinheit, die Beschleunigungen und Drehbewegungen misst und für die Flugstabilisierung wichtig ist.
IRInfrared
Sensorik
Infrarotbereich elektromagnetischer Strahlung; bei Drohnen häufig im Zusammenhang mit Wärmebildsensorik.
JammingFunkstörung
Sicherheit
Absichtliche oder unbeabsichtigte Störung von Funk- oder Satellitensignalen.
LiDARLight Detection and Ranging
Sensorik
Lasergestütztes Messverfahren zur Erfassung von Entfernungen und dreidimensionalen Strukturen.
LBALuftfahrt-Bundesamt
Recht
Deutsche Bundesoberbehörde mit Aufgaben unter anderem im Bereich der unbemannten Luftfahrt.
LUCLight UAS Operator Certificate
Recht
Zertifikat für entsprechend qualifizierte UAS-Betreiber, das bestimmte eigene Genehmigungsrechte ermöglichen kann.
Luftraumbeobachter
BOS
Person, die den umgebenden Luftraum beobachtet und dem Fernpiloten relevante Luftverkehrsbewegungen meldet.
Multispektralsensor
Sensorik
Sensor, der mehrere definierte Spektralbereiche erfasst, etwa für Vegetationsanalysen.
MTOMMaximum Take-Off Mass
Technik
Vom Hersteller festgelegte maximal zulässige Startmasse einschließlich Nutzlast und Zubehör.
Nadir-Aufnahme
Sensorik
Aufnahme, bei der die Kamera senkrecht nach unten ausgerichtet ist.
NfLNachrichten für Luftfahrer
Luftraum
Amtliche Veröffentlichungen für die Luftfahrt in Deutschland.
NOTAMNotice to Airmen / Air Missions
Luftraum
Zeitlich relevante Luftfahrtinformation über Änderungen, Gefahren oder Einschränkungen.
OAOperational Authorisation
Recht
Betriebsgenehmigung für einen UAS-Betrieb in der speziellen Kategorie.
Obstacle AvoidanceHindernisvermeidung
Technik
Technische Funktion zur Erkennung und gegebenenfalls Vermeidung von Hindernissen. Sie ersetzt nicht die Verantwortung des Fernpiloten.
Open Categoryoffene Kategorie
Recht
Betriebskategorie für UAS-Betriebe mit geringem Risiko, sofern alle festgelegten Bedingungen eingehalten werden.
Orthofoto
Daten
Geometrisch entzerrtes Luftbild mit weitgehend einheitlichem Maßstab.
PayloadNutzlast
Technik
Zusätzliche Ausrüstung, die ein UAS für seinen Auftrag trägt, beispielsweise Kamera, Sensor oder Lautsprecher.
PDRAPredefined Risk Assessment
Recht
Von der EASA veröffentlichte vorgefertigte Risikobewertung für bestimmte Arten von UAS-Betrieben.
Photogrammetrie
Daten
Verfahren zur Vermessung und dreidimensionalen Rekonstruktion aus überlappenden Bildern.
Preflight CheckVorflugkontrolle
Sicherheit
Systematische Prüfung von UAS, Umgebung, Wetter, Luftraum, Energieversorgung und Einsatzplanung vor dem Start.
Remote IDFernidentifizierung
Technik
Überbegriff für technische Verfahren, mit denen ein UAS beziehungsweise sein Betreiber identifizierbar gemacht wird.
RGBRot, Grün, Blau
Sensorik
Farbmodell üblicher Kameras im sichtbaren Spektralbereich.
RMZRadio Mandatory Zone
Luftraum
Luftraum, in dem für bemannte Luftfahrzeuge besondere Funkvorgaben gelten. UAS-Betreiber müssen die örtlichen Bedingungen prüfen.
RTHReturn to Home
Technik
Automatische Rückkehrfunktion zu einem gespeicherten Rückkehrpunkt.
RTKReal Time Kinematic
Technik
Verfahren zur hochpräzisen Positionsbestimmung mithilfe von Korrekturdaten.
SAILSpecific Assurance and Integrity Level
Sicherheit
Stufe innerhalb der SORA, aus der sich Anforderungen an Robustheit und Nachweise ableiten.
Sensorfusion
Technik
Zusammenführung mehrerer Sensordaten, beispielsweise aus IMU, GNSS, Kompass und Kameras.
SERAStandardised European Rules of the Air
Luftraum
Einheitliche europäische Luftverkehrsregeln.
MeteorologischeSichtweite
Flugwetter
Entfernung, über die Objekte unter bestimmten Wetterbedingungen erkennbar sind. Sie ist nicht identisch mit der individuellen VLOS-Reichweite.
SORASpecific Operations Risk Assessment
Sicherheit
Methodik zur Bewertung des Risikos eines UAS-Betriebs in der speziellen Kategorie und zur Festlegung geeigneter Maßnahmen.
Specific Categoryspezielle Kategorie
Recht
Betriebskategorie für UAS-Betriebe, deren Risiko nicht vollständig durch die Bedingungen der offenen Kategorie abgedeckt ist.
Spoofing
Sicherheit
Vortäuschen falscher Signale oder Daten, beispielsweise manipulierter GNSS-Positionsinformationen.
STS-01Standardszenario 01
Recht
Europäisches Standardszenario für VLOS-Betrieb über einem kontrollierten Bodenbereich in besiedelter Umgebung unter festgelegten Bedingungen.
STS-02Standardszenario 02
Recht
Europäisches Standardszenario für BVLOS-Betrieb mit Luftraumbeobachtern über einem kontrollierten Bodenbereich in dünn besiedelter Umgebung.
Thermografie
Sensorik
Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Oberflächentemperaturen beziehungsweise Temperaturunterschieden.
TMZTransponder Mandatory Zone
Luftraum
Luftraum, in dem für bemannte Luftfahrzeuge grundsätzlich eine Transponderpflicht gilt. UAS-Betreiber müssen die örtlichen Bedingungen prüfen.
UASUnmanned Aircraft System
Technik
Gesamtsystem aus unbemanntem Luftfahrzeug, Steuerung und den für den Betrieb erforderlichen Komponenten.
UAUnmanned Aircraft
Technik
Der unbemannte fliegende Teil eines UAS.
UAS-Betreiber
Betrieb
Natürliche oder juristische Person, die einen UAS-Betrieb durchführt oder durchführen lässt.
UAVUnmanned Aerial Vehicle
Technik
Häufig verwendete technische Bezeichnung für ein unbemanntes Luftfahrzeug.
UGVUnmanned Ground Vehicle
Technik
Unbemanntes System, das sich am Boden bewegt.
U-Space
Luftraum
Europäisches Konzept digitaler Dienste für einen sicheren und skalierbaren UAS-Verkehr in ausgewiesenen U-Space-Lufträumen.
USVUnmanned Surface Vehicle
Technik
Unbemanntes Fahrzeug für den Betrieb auf der Wasseroberfläche.
UTMUnmanned Aircraft System Traffic Management
Luftraum
Überbegriff für digitale Verkehrsmanagementkonzepte für unbemannte Luftfahrt.
VLOSVisual Line of Sight
Betrieb
Betriebsart, bei der der Fernpilot kontinuierlichen, unmittelbaren Sichtkontakt zum UAS hält und Flugweg, Personen, Hindernisse sowie anderen Luftverkehr beurteilen kann.
VOVisual Observer
Betrieb
Beobachter, der den Fernpiloten bei der Beobachtung des UAS und des umgebenden Luftraums unterstützt.
WaypointWegpunkt
Flugpraxis
Definierter geografischer Punkt, der Bestandteil einer automatisierten Flugroute sein kann.
Wärmebild
Sensorik
Darstellung gemessener Infrarotstrahlung als Bild. Farben sind meist eine frei gewählte Visualisierung und keine sichtbaren Originalfarben.
WGS 84World Geodetic System 1984
Daten
Globales geodätisches Referenzsystem, das unter anderem von GPS verwendet wird.
Windgradient
Flugwetter
Änderung von Windgeschwindigkeit oder Windrichtung mit der Höhe.
YawGieren
Technik
Drehung eines Luftfahrzeugs um seine Hochachse.
Zoomkamera
Sensorik
Kamera mit veränderbarer Brennweite oder digitaler Ausschnittsvergrößerung für Detailaufnahmen aus größerem Abstand.
Rechtliche Begriffe wurden anhand offizieller Veröffentlichungen von EASA, LBA und dipul formuliert. Die Erklärungen sind bewusst kompakt und ersetzen keine Prüfung des konkreten Einzelfalls.

Offizielle Quellen

Rechtliche und sicherheitsrelevante Inhalte werden ausschließlich anhand offizieller Stellen aufbereitet.

EASA

Europäische Regeln, Betriebskategorien, Begriffe und offizielle UAS-Veröffentlichungen.

EASA öffnen

LBA

Nationale Informationen zu Registrierung, Qualifikation und behördlichen Verfahren.

LBA öffnen

dipul

Deutsche Plattform für geografische UAS-Gebiete, Anträge und aktuelle Hinweise.

dipul öffnen
Stand der redaktionellen Grundstruktur: Juli 2026. Rechtslage, Karteninformationen und technische Vorgaben können sich ändern. Maßgeblich sind stets die aktuellen Veröffentlichungen der zuständigen Stellen.